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Fachabteilung Schädlingsbekämpfung
Ratgeber Schädlingsbekämpfung
Was tun bei Ameisen im Haus und Garten in München und Umgebung?
Lesedauer: ca. 10 Minuten
Eine einzelne Ameise ist meist noch kein Grund zur Sorge. Häufig handelt es sich jedoch um eine Kundschafterin, die nach Nahrung, geeignetem Nistmaterial oder einem geschützten Unterschlupf sucht. Findet sie etwas Interessantes, können ihr schnell zahlreiche weitere Tiere folgen. Eine deutlich sichtbare Ameisenstraße in Küche, Wohnräumen in München, auf dem Balkon oder Ihrer Terrasse zeigt deshalb, dass bereits eine Verbindung zwischen Nest und Nahrungsquelle besteht.
Wer sich fragt „Ameisen – was tun?“, sollte zunächst herausfinden, woher die Tiere kommen und was sie anlockt. Nicht jede Ameise muss bekämpft werden. Dringen die Tiere jedoch regelmäßig in Wohn- oder Geschäftsräume ein, verunreinigen sie Lebensmittel oder befindet sich das Nest möglicherweise in der Bausubstanz, ist ein gezieltes Vorgehen notwendig.
Das Wichtigste in Kürze
- Einzelne Ameisen im Haus sind meist harmlos, deuten aber oft auf eine Straße zu einem Nest hin.
- Süße und eiweißhaltige Lebensmittel sollten Sie nicht offen stehen lassen, das zieht Ameisen zusätzlich an.
- Unterbrechen Sie Ameisenstraßen nicht einfach mit Hausmitteln, ohne die Ursache zu kennen.
- Bei Nestern im Mauerwerk, unter der Terrasse oder in der Nähe von Lebensmittelbetrieben: unbedingt fachliche Einschätzung einholen.
- Für München und Umgebung ist Biebl & Söhne Ihr Ansprechpartner für eine fachgerechte Ameisenbekämpfung.
Ameisennest entdeckt?
Wenn sich Ameisenstraßen dauerhaft in Wohn- oder Arbeitsräumen zeigen oder ein Nest in unmittelbarer Gebäudenähe vermutet wird, lohnt sich eine fachliche Einschätzung. Auf der Leistungsseite finden Sie weitere Informationen zur Ameisenbekämpfung durch Biebl & Söhne.
Inhaltsverzeichnis
Was lockt Ameisen an?
Ameisen interessieren sich keineswegs nur für Zucker oder Süßigkeiten. Auch Obst, Fleisch, Brot, Käse, Tierfutter und andere Lebensmittel können für sie attraktiv sein. Essiggeruch allein hält die Tiere nicht zuverlässig fern.
Darüber hinaus suchen Ameisen nach Wasser, Baumaterial und geschützten Stellen für ein Nest. Diese Suche beschränkt sich nicht ausschließlich auf Frühling und Sommer. Erste Kundschafterinnen können grundsätzlich immer dann auftauchen, wenn die Bedingungen günstig sind.
Entdecken Sie einzelne Ameisen, sollten Sie früh reagieren:
- Lebensmittel und Essensreste entfernen
- einzelne Tiere einsammeln oder absaugen
- Arbeitsflächen und Böden reinigen
- Tierfutter nicht dauerhaft offen stehen lassen
- mögliche Laufwege beobachten
Je früher eine Kundschafterin entfernt wird, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie zum Nest zurückkehrt und weitere Ameisen zur Futterquelle führt.
Welche Hausmittel helfen gegen Ameisen?
Intensive Gerüche können den ausgeprägten Geruchssinn von Ameisen irritieren und ihre Orientierung beeinträchtigen. Zu den häufig verwendeten Mitteln gehören:
- Lavendel
- Majoran
- Nelken
- Knoblauch
- Zimt
- Teebaumöl
- Zitronenschalen
Bei wenigen einzelnen Ameisen können solche Hausmittel einen Versuch wert sein. Sie beseitigen jedoch in der Regel weder das Nest noch die gesamte Kolonie. Häufig verlagert sich die Ameisenstraße lediglich an eine andere Stelle.
Auch mineralische Pulver wie Kaolin (mineralische oder synthetische Pulver wie Diatomeenerde oder Kieselgur ) werden gegen Ameisen eingesetzt. Ein weiteres bekanntes Hausmittel ist eine Mischung aus Backpulver und Puderzucker. Der Zucker soll die Ameisen anlocken, während das Pulver die Tiere schädigt.
Dabei besteht jedoch ein wesentliches Problem: Süße Mischungen können auch für andere Insekten oder Haustiere interessant sein. Bienen, Schmetterlinge und andere nützliche Tiere dürfen nicht unnötig gefährdet werden. Hausmittel können einen kleinen Befall begrenzen, reichen bei einer größeren Kolonie aber meist nicht aus.
??? Wespen treten häufig dort auf, wo süße Speisen, Getränke oder Lebensmittel offen stehen.
Müssen Ameisen immer bekämpft werden?
Ameisen erfüllen wichtige Aufgaben im Ökosystem. Sie verbreiten Samen, beseitigen andere Schädlinge, unterstützen die Humusbildung und dienen Vögeln, Kröten, Spinnen und weiteren Tieren als Nahrung. Einige Arten tragen außerdem dazu bei, dass Pflanzen leichter Wurzeln bilden.
Deshalb ist es nicht sinnvoll, jedes Ameisennest im Garten grundsätzlich zu vernichten (zerstören). Solange die Tiere nicht überhandnehmen, keine erheblichen Schäden verursachen und nicht in Wohnräume eindringen, können sie häufig toleriert werden (sollten toleriert werden).
Eine Bekämpfung ist vor allem dann sinnvoll, wenn:
- Lebensmittel verunreinigt werden
- Ameisen regelmäßig in das Haus gelangen
- sich das Nest vermutlich im Gebäude befindet
- bauliche Schäden erkennbar sind
- eine problematische Ameisenart vermutet wird
- der Befall trotz Gegenmaßnahmen zunimmt
Ziel sollte nicht die wahllose Vernichtung (über die Wortwahl kann man streiten) von Ameisen sein, sondern eine angemessene und auf die konkrete Situation abgestimmte Lösung.
Wann können Ameisen gefährlich werden?
Die Bisse vieler heimischer Ameisenarten wie sie in München und Umgebung sind unangenehm, normalerweise aber nicht gefährlich. Problematisch können dagegen bestimmte Arten werden.( die meisten Arten beißen nicht, sondern spritzen Ameisensäure)
Pharaoameisen können Krankheitserreger verbreiten (stimmt nur in Krankenhäusern, ansonsten extremst unwahrscheinlich). Holzbewohnende oder holzzerstörende (ist eigentlich immer Dasselbe, da Holzbewohnende automatisch zur Zerstörung beitragen) Ameisenarten können wiederum Material in der Bausubstanz beschädigen. Betrifft der Befall tragende oder konstruktiv relevante Bereiche, kann langfristig auch die Stabilität beeinträchtigt werden.
Warnzeichen für ein Nest im Gebäude können sein:
- regelmäßig auftretende Ameisenstraßen
- Ameisen aus Fugen, Böden oder Wänden
- kleine Häufchen aus zerkleinertem Baumaterial
- wiederkehrender Befall trotz Reinigung
- Tiere in mehreren Räumen
- auffällig kleine oder ungewöhnlich gefärbte Ameisen (lasius brunneus ist der häufigste Schädling und einfach nur braun /schwarz und nicht besonders klein, ebenso der zweithäufigste lasius fuliginousus, ist einfach nur schwarz. Die wenigsten sind extrem klein oder auffällig gefärbt)
Da verschiedene Arten unterschiedlich leben und bekämpft werden müssen, ist die korrekte Bestimmung besonders wichtig. Bei einem unklaren oder hartnäckigen Befall in München und Umgebung kann BIEBL & SÖHNE die Situation vor Ort beurteilen und das weitere Vorgehen auf Ameisenart, Befallsstärke und Umgebung abstimmen.
??? Einflugstellen am Gebäude sollten nicht verschlossen werden, bevor die Situation fachlich geprüft wurde.
Warum sollte man Ameisenmittel sparsam einsetzen?
Mittel gegen Ameisen enthalten Wirkstoffe, die die Tiere abtöten oder ihre Entwicklung beeinträchtigen. Dadurch können sie bei falscher Anwendung auch Menschen, Ihre Haustiere, Nützlinge, Fische im Teich oder andere Organismen gefährden.
Unsachgemäß eingesetzte Biozide können unter anderem Hautreizungen, Augenreizungen oder allergische Reaktionen auslösen oder Nichtzieltiere schädigen. Besonders vorsichtig ist in Kinderzimmern, Schlafzimmern, Küchen, in der Nähe von Lebensmitteln sowie an Gartenteichen vorzugehen.
Ein verantwortungsvolles Vorgehen folgt deshalb dem Grundsatz:
So viel Wirkstoff wie erforderlich, aber so wenig wie möglich.
Professionelle Schädlingsbekämpfung berücksichtigt nicht nur die schnelle Wirkung. Sie bezieht auch die Ameisenart, den Neststandort, sensible Gebäudebereiche, Kinder, Haustiere und mögliche Auswirkungen auf die Umwelt ein.
Professionelle Ameisenbekämpfung in München
Wenn sich Ameisenstraßen dauerhaft in Wohn- oder Arbeitsräumen zeigen oder ein Nest in unmittelbarer Gebäudenähe vermutet wird, lohnt sich eine fachliche Einschätzung. Auf der Leistungsseite finden Sie weitere Informationen zur Ameisenbekämpfung durch Biebl & Söhne.
Wie wirkt Ameisenspray?
Setzen wir gar nicht ein, da es keinen Sinn machen würde, man würde die Tiere nur in andere Bereiche treiben
Ameisensprays werden im Innen- und Außenbereich eingesetzt. Mögliche Anwendungsstellen sind:
- Terrassenfugen
- Terrassentüren
- Podeste
- Pflanztröge
- Fußböden
- Türschwellen
- Feuchträume
- Rückseiten von Rollladenkästen
- Fugen und Ecken
- bekannte Verstecke und Laufwege
Je nach Produkt wird die betroffene Stelle aus einer Entfernung von ungefähr 30 bis 50 Zentimetern kurz besprüht. Sprays können eine unmittelbare Kontaktwirkung und zusätzlich eine Barrierewirkung entfalten. Nicht direkt getroffene Tiere meiden behandelte Flächen häufig für einen gewissen Zeitraum.
Die Wirkung kann durch feuchtes Wischen oder Regen reduziert werden. Anwendungen müssen deshalb gegebenenfalls wiederholt werden. Teilweise genügt es, Flächen rasterartig zu behandeln, statt den gesamten Bereich vollständig einzusprühen.
Ameisensprays können beispielsweise Deltamethrin, Phenothrin oder Pyrethrum enthalten. Vor jeder Verwendung sind die Produktinformationen, Anwendungshinweise und Sicherheitsvorgaben genau zu beachten.
(Kein Einsatz durch professionelle Schädlingsbekämpfer!)
Wie funktionieren Ameisenköder?
Fraßköder gehören zu den häufig eingesetzten Methoden, weil sie nicht nur einzelne sichtbare Ameisen erreichen sollen. Arbeiterinnen nehmen das Ködergel oder Ködergranulat auf und transportieren es in das Nest. Dort wird es an andere Tiere, an die Brut und im besten Fall auch an die Königin weitergegeben.
Damit Ameisen den Köder annehmen, sollten konkurrierende Nahrungsquellen entfernt werden. Essensreste, offenes Tierfutter oder süße Lebensmittel können die Wirkung erheblich beeinträchtigen.
Köder können in geschlossenen Dosen, als Gel oder als Granulat angeboten werden. Köderdosen werden in der Nähe von Ameisenstraßen, auf dem Balkon, auf der Terrasse oder in betroffenen Innenräumen platziert. Im Freien müssen sie vor Regen geschützt sein.
Je nach Produkt können Köder vier bis acht Wochen stehen bleiben. Ködergel wird häufig in mehreren kleinen Tropfen entlang der Laufwege oder in der Nähe von Futterplätzen aufgetragen. Auch hier gelten ausschließlich die konkreten Anwendungshinweise des jeweiligen Herstellers.
Was ist bei Streu- und Gießmitteln zu beachten?
Streu- und Gießmittel werden vor allem im Außenbereich eingesetzt (Ausschließlich im Außenbereich. Die, die wir verwenden, haben keine Zulassung für Innenbereiche). Sie können auf Laufwege, befallene Flächen oder direkt an Nesteingänge gebracht werden.
Wurde ein Streumittel vollständig aufgenommen oder durch Regen weggespült, kann eine erneute Behandlung erforderlich sein. Die Quellseite nennt als beispielhafte Dosierung rund 20 Gramm pro Nest beziehungsweise Quadratmeter. (wird nur in Quadratmeter angegeben, nie pro Nest) Für eine zweiprozentige Gießlösung werden dort 20 Gramm Ameisenmittel in einem Liter Wasser angegeben. Maßgeblich bleiben jedoch immer die Angaben auf dem konkreten Produkt. (kann man nicht pauschal sagen, da dies bei jedem Produkt anders ist)
Der Zeitpunkt der Anwendung kann die Wirkung beeinflussen. Morgens und abends halten sich besonders viele Ameisen im Nest auf. Die Behandlung wird gegebenenfalls wiederholt, bis keine Aktivität mehr festgestellt wird.
Auch bitter schmeckende oder optisch unauffällige Granulate müssen von Kindern und Haustieren ferngehalten werden. In Bereichen, die für Kleinkinder zugänglich sind, kann eine fachgerecht angewendete Gießlösung geeigneter sein als offen ausgestreutes Granulat.
Wie wirkt Aktivstaub gegen Ameisen?
Aktivstaub auf Basis von Diatomeenerde beziehungsweise Kieselgur wirkt mechanisch statt über eine klassische chemische Vergiftung. Die feinen Partikel beschädigen die schützende Fettschicht auf dem Chitinpanzer der Ameisen. Dadurch verlieren die Tiere Feuchtigkeit und trocknen innerhalb einiger Tage aus.
Zusätzlich können die scharfkantigen Partikel die Körperoberfläche verletzen, Atemöffnungen blockieren und den Verdauungstrakt (das macht bacillus turengensis) schädigen. Weil die Wirkung mechanisch erfolgt, ist eine Resistenzbildung kein zentrales Problem. (mit solchen Aussagen sollte man extrem vorsichtig sein, es gibt schon mehrfach Berichte über Insekten, deren Wachsschicht dicker geworden ist und die das ab können)
Auch ein mechanisch wirkendes Mittel darf nur entsprechend den Anwendungsvorgaben eingesetzt werden. Das feine Pulver sollte nicht eingeatmet werden und nicht unkontrolliert in Wohn- oder Aufenthaltsbereiche gelangen.
Warum ist bei Bioziden besondere Sorgfalt erforderlich?
Vor dem Einsatz eines Ameisenmittels müssen das Etikett, die Gefahrenhinweise und die Produktinformationen vollständig gelesen werden. Der Kontakt mit Augen und Haut ist zu vermeiden. Sprühnebel, Staub und Dämpfe dürfen nicht eingeatmet werden.
Biozide sollten nur in gut belüfteten Bereichen eingesetzt werden. In Schlafzimmern, Kinderzimmern oder anderen sensiblen Räumen ist darauf zu achten, dass keine problematischen Wirkstoffkonzentrationen in die Raumluft gelangen.
Besondere Vorsicht gilt außerdem:
- in Haushalten mit Kindern
- bei Hunden, Katzen und anderen Haustieren
- in der Nähe offener Lebensmittel
- auf blühenden Pflanzen
- an Teichen und Gewässern
- in schlecht belüfteten Räumen
Bestehen Zweifel an der geeigneten Methode, ist eine professionelle Einschätzung sicherer als eine Kombination mehrerer frei verfügbarer Mittel.
Wie lassen sich Ameisen ohne Biozide vertreiben?
Ameisen bevorzugen häufig geschützte, feuchte und nicht zu kalte Orte. Dazu gehören Pflanzkübel, Balkonkästen und Gewächshäuser. Auf Pflanzen treten sie teilweise gemeinsam mit Blattläusen auf. Die Ameisen nutzen deren Honigtau und schützen die Blattläuse im Gegenzug vor Fressfeinden.
Bestimmte Nematoden der Art „Steinernema feltiae“ können in solchen Situationen eingesetzt werden. Die mikroskopisch kleinen Fadenwürmer parasitieren Ameisenlarven. Da Ameisen auf ungünstige Bedingungen reagieren und lernfähig sind, können sie den behandelten Ort verlassen und ihr Nest verlagern. (aktuell kein Produkt in Deutschland zugelassen)
Diese Methode zielt somit eher auf eine Vertreibung beziehungsweise Umsiedlung als auf die direkte Bekämpfung aller erwachsenen Tiere.
Was tun bei einzelnen oder fliegenden Ameisen?
Einzelne Ameisen können mit einem Lebendfanggerät aufgenommen und im Garten freigelassen werden. Transparente Fangbehälter ermöglichen es außerdem, die Tiere kurz zu beobachten, ohne sie zu verletzen.
Fliegende Ameisen sind in der Regel Teil des jährlich stattfindenden Schwarmflugs. Sie suchen häufig lediglich einen Weg nach draußen. Öffnen Sie die Fenster, orientieren sich viele Tiere am Licht und verlassen den Raum selbstständig.
Alternativ können fliegende Ameisen mit dem Staubsauger entfernt werden. Ein kurzfristiges Auftreten bedeutet nicht automatisch, dass sich im Raum ein neues Nest befindet. Wiederholt sich das Phänomen jedoch an derselben Stelle, sollte nach dem Ursprung gesucht werden.
Wann sollte ein professioneller Schädlingsbekämpfer gerufen werden?
Professionelle Unterstützung ist empfehlenswert, wenn sich Ameisen vermutlich in Böden, Holzwänden, Wandhohlräumen oder anderen Gebäudeteilen angesiedelt haben. Das gilt besonders, wenn der Neststandort unbekannt ist oder Materialreste auf Schäden in der Bausubstanz hindeuten.
Ein Schädlingsbekämpfer kann:
- die Ameisenart bestimmen (bei 115 Arten in Deutschland, würde ich das nicht so pauschal sagen)
- Laufwege und mögliche Nestbereiche untersuchen
- die Stärke des Befalls beurteilen
- sensible Gebäudebereiche berücksichtigen
- eine geeignete Bekämpfungsmethode auswählen
- unnötigen Biozideinsatz vermeiden
- mögliche Zugangsstellen identifizieren
Die Artbestimmung erlaubt Rückschlüsse auf Lebensweise und Neststandort. Anschließend wird die Methode auf Spezies, Befallsstärke und Einsatzumgebung abgestimmt.
BIEBL & SÖHNE unterstützt private und gewerbliche Kunden bei Ameisenbefall in München und im Umland. Eine fachkundige Begutachtung ist vor allem dann sinnvoll, wenn Eigenmaßnahmen keine nachhaltige Wirkung zeigen oder ein Nest innerhalb des Gebäudes vermutet wird.
Wie kann man Ameisen im Haus vorbeugen?
Eine erfolgreiche Ameisenbekämpfung besteht nicht nur aus Ködern oder Sprays. Ebenso wichtig ist es, den Tieren dauerhaft Nahrung, Wasser und Zugänge zu entziehen.
Neue Topfpflanzen sollten vor dem Einbringen in die Wohnung auf Ameisen kontrolliert werden. Näpfe von Hunden und Katzen sind regelmäßig zu leeren und zu reinigen. Benutztes Geschirr sollte nicht über längere Zeit offen stehen bleiben.
Weitere sinnvolle Maßnahmen sind:
- Lebensmittel in dicht schließenden Behältern lagern
- Obst mit faulen Stellen entfernen
- Krümel und Essensreste sofort beseitigen
- Grünabfall geschlossen sammeln
- Müllbehälter regelmäßig leeren
- Tierfutter sauber und verschlossen lagern
- Arbeitsflächen und Fußböden reinigen
Ameisen können sogar Schwachstellen an Kühlschrankdichtungen überwinden. Lebensmittel sollten deshalb auch im Kühlschrank gut verpackt sein. Bei Bedarf kann der Zugangsbereich zusätzlich mit einer geeigneten Barriere gesichert werden.
Wie lassen sich Haus und Garten gegen Ameisen abdichten?
Ameisenbekämpfung und Bautenschutz hängen eng zusammen. Gelangen die Tiere immer wieder über dieselben Stellen in das Gebäude, sollten diese Zugänge nicht nur behandelt, sondern dauerhaft verschlossen werden.
Typische Prüffragen sind:
- An welcher Stelle gelangen die Ameisen ins Haus?
- Wohin führt die Ameisenstraße?
- Wo befindet sich die Nahrungsquelle?
- Gibt es Risse, Spalten oder undichte Fugen?
- Liegt erhöhte Feuchtigkeit vor?
- Gab es einen Wasserschaden?
- Sind Fenster- oder Türdichtungen beschädigt?
Erkannte Eintrittsstellen können beispielsweise mit geeignetem Silikon verschlossen werden. Auch Fugen, Mauerrisse sowie Fenster- und Türdichtungen sollten regelmäßig überprüft werden.
Tritt der Befall jedes Jahr erneut auf, kann eine bauliche Schwachstelle vorliegen. Bei holzzerstörenden Ameisenarten sollte zusätzlich ein Bausachverständiger hinzugezogen werden.
Befinden sich Nester unter Wegplatten oder Terrassenflächen, können lose Fugen den Nestbau begünstigen. Eine feste und fachgerechte Verfugung erschwert es den Ameisen, sich dort erneut anzusiedeln.
Fazit: Ameisen in München & Umland bekämpfen– was tun?
Bei einzelnen Ameisen genügt es häufig, die Tiere zu entfernen, Lebensmittel sicher zu verschließen und mögliche Laufwege zu reinigen. Hausmittel können den Geruchssinn der Ameisen stören, beseitigen aber meist keine größere Kolonie.
Köder, Sprays, Streumittel und Aktivstäube wirken auf unterschiedliche Weise und müssen passend zur Befallssituation ausgewählt werden. Biozide sind stets vorsichtig und ausschließlich nach den jeweiligen Produktvorgaben einzusetzen.
Befinden sich die Ameisen vermutlich in der Bausubstanz, treten sie immer wieder auf oder ist die Art nicht eindeutig bestimmbar, sollte auf Experimente verzichtet werden. Eine professionelle Begutachtung durch BIEBL & SÖHNE kann in München und Umgebung dabei helfen, die Ursache zu finden und eine sichere, verhältnismäßige und nachhaltige Lösung festzulegen.
Infomaterial zur Ameisenbekämpfung
Foto-Anleitung
So dokumentieren Sie Ameisenstraßen und mögliche Nistplätze richtig, damit der Fachbetrieb die Situation vorab besser einschätzen kann.
Podcast: Expertenwissen zur Ameisenbekämpfung in und um München
Die Münchner Experten Bastian und Nikolai Biebl waren zu Gast in der Herold Show auf MUNICH.FM. Nikolai Biebl gibt persönliche Einblicke in die professionelle Schädlingsbekämpfung und erklärt, worauf es bei einem Befall in Haus oder Betrieb ankommt. Im Podcast erfahren Sie mehr über die fachgerechte Einschätzung und die sichere Bekämpfung und Vorbeugung von Ameisen in München.
Nikolai Biebl – Experte für Schädlingsbekämpfung
Nikolai Biebl ist geprüfter Schädlingsbekämpfer und steht für Nachhaltigkeit sowie den verantwortungsvollen Umgang mit Natur und Tier.
Seine Schreinerausbildung weckte früh sein Interesse an der Analyse von Schäden durch Schädlinge, was ihn zur Ausbildung als Schädlingsbekämpfer führte. Mit seiner zusätzlichen Qualifikation zum Desinfektor und als stellvertretendes Mitglied des IHK-Prüfungsausschusses bringt er fundiertes Wissen und langjährige Erfahrung ein.
Häufige Fragen zur Ameisenbekämpfung für München und Umgebung
Was kann ich sofort gegen Ameisen in meiner Stadtwohnung in München tun?
Entfernen Sie zunächst offen zugängliche Lebensmittel, Krümel und Tierfutter. Einzelne Ameisen können Sie einsammeln oder mit dem Staubsauger entfernen. Reinigen Sie die Laufwege gründlich, damit vorhandene Duftspuren abgeschwächt werden. Beobachten Sie anschließend, aus welcher Fuge, Tür oder Wandöffnung die Tiere kommen. Bildet sich trotz dieser Maßnahmen erneut eine Ameisenstraße, sollte die Ursache genauer untersucht werden.
Reichen Hausmittel gegen Ameisen aus?
Bei wenigen einzelnen Ameisen können stark duftende Kräuter, Gewürze oder Zitronenschalen die Orientierung der Tiere stören. Eine vollständige Kolonie wird dadurch jedoch meistens nicht beseitigt. Die Ameisen können ihren Laufweg verlagern und an einer anderen Stelle wieder auftauchen. Mischungen mit Zucker sollten nicht offen ausgelegt werden, weil sie auch andere Insekten oder Haustiere anziehen können. Bei einem größeren oder wiederkehrenden Befall ist eine gezieltere Methode erforderlich.
Wann sollte ich bei Ameisen einen Schädlingsbekämpfer rufen?
Professionelle Hilfe ist sinnvoll, wenn sich die Ameisen offenbar in Böden, Wänden oder Holzkonstruktionen befinden. Auch kleine Materialhäufchen, wiederkehrende Ameisenstraßen oder Tiere in mehreren Räumen sind Warnzeichen. Gleiches gilt, wenn Sie die Ameisenart nicht bestimmen können oder Eigenmaßnahmen erfolglos bleiben. BIEBL & SÖHNE kann den Befall in München und im Umland fachkundig beurteilen und das Vorgehen an die konkrete Situation anpassen. Dadurch wird vermieden, dass ungeeignete Mittel eingesetzt oder nur die sichtbaren Ameisen beseitigt werden.
Sind Ameisen im Garten schädlich?
Ameisen sind grundsätzlich ein wichtiger Bestandteil des Ökosystems. Sie verbreiten Samen, fördern die Humusbildung und beseitigen andere Schädlinge. Deshalb muss nicht jedes Nest im Garten bekämpft werden. Handlungsbedarf besteht vor allem, wenn die Tiere Pflanzen massiv beeinträchtigen, Terrassen unterhöhlen oder regelmäßig ins Haus gelangen. In solchen Fällen sollte möglichst gezielt vorgegangen werden, ohne andere Insekten unnötig zu gefährden.
Können Ameisen Schäden am Haus verursachen?
Bestimmte Ameisenarten können geschädigtes Holz oder andere Bereiche der Bausubstanz als Nestplatz nutzen. Dabei können sie vorhandene Schwachstellen vergrößern und Material aus Hohlräumen transportieren. Kleine Häufchen aus zerkleinertem Baustoff können auf entsprechende Aktivitäten hindeuten. Da nicht jede Ameisenart solche Schäden verursacht, ist eine sichere Artbestimmung wichtig. Bei Verdacht auf einen Befall in tragenden oder konstruktiv relevanten Bereichen sollte neben der Schädlingsbekämpfung auch eine bauliche Prüfung erfolgen.
Wie verhindere ich einen erneuten Ameisenbefall?
Bewahren Sie Lebensmittel verschlossen auf und beseitigen Sie Krümel, Essensreste sowie Tierfutter regelmäßig. Kontrollieren Sie außerdem Fenster, Türen, Rohrdurchführungen, Silikonfugen und Risse im Mauerwerk. Feuchtigkeit und frühere Wasserschäden können geeignete Nistbedingungen schaffen und sollten deshalb ebenfalls geprüft werden. Wiederholt sich der Befall jedes Jahr, reicht eine oberflächliche Behandlung meist nicht aus. BIEBL & SÖHNE kann mögliche Laufwege und Zugangsstellen untersuchen und geeignete Maßnahmen für Gebäude in München und Umgebung empfehlen.
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